Ich bin selbstständiger RINGANA-Partner und teile meine Gedanken zu Gesundheit, Umweltschutz und einer gesunden Zukunft für unsere Kinder.

Jeden Morgen landet bei uns etwas in der Brotdose: Obst, Brot, Gemüse. Wir verwenden schon seit Langem Alternativen zur Plastikdose, und genau deshalb möchte ich auf ein Thema aufmerksam machen, das im Alltag vieler Familien kaum auffällt: Das Essen unserer Kinder liegt dort mehrere Stunden, und trotzdem fragen die wenigsten, woraus die Dose eigentlich besteht. Was gibt es für Alternativen?

Warum wir bei Plastik genauer hinschauen

Die Stiftung Warentest rät, bei Brotdosen aus Kunststoff darauf zu achten, dass sie frei von BPA und Weichmachern sind, weil sich diese Stoffe auf das Essen übertragen können. BPA (Bisphenol A) gilt als hormonähnlich wirksamer Stoff. In der EU ist es in Lebensmittelkontaktmaterialien inzwischen verboten. Die wichtigste Übergangsfrist endete am 20. Juli 2026, seitdem dürfen die meisten damit hergestellten Produkte nicht mehr neu in den Handel kommen. Das heißt aber auch: Ältere Dosen, die schon im Küchenschrank liegen, können noch aus der Zeit davor stammen.

Dazu kommt das Thema Hitze, denn Plastik kann bei höheren Temperaturen mehr Chemikalien abgeben. Ein Plastikprodukt, das irgendwann in Stücke zerfällt, wird zu Mikroplastik.

Die Alternativen im Überblick

Edelstahl. Für mich der Favorit für Kinder. Edelstahl ist robust, geruchsneutral und leichter als Glas, außerdem geht er nicht zu Bruch, wenn er im Ranzen landet. Viele Dosen haben einen Silikondeckel oder einen Silikonring als Dichtung, das macht sie auslaufsicher und lässt sich von kleinen Kindern oft leicht öffnen. Edelstahl gehört nicht in die Mikrowelle.

Glas. Gut geeignet sind Dosen aus Borosilikatglas, sie sind frei von Schadstoffen und lassen sich gut reinigen. Für kleine Kinder in Kita und Schule sind sie meist weniger praktisch, weil sie schwerer sind und zerbrechen können. Zu Hause für Reste und zum Aufbewahren sind sie dafür ideal.

Bambus, aber mit Vorsicht. Hier lohnt ein genauer Blick auf das Kleingedruckte. Unter dem Namen „Bambusgeschirr“ wird oft ein Material verkauft, das aus Melamin-Formaldehyd-Harz mit Bambusfasern besteht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt seit Jahren davor, dass sich beide Stoffe lösen können, besonders bei Hitze und Säure. Besser sind Boxen aus reinem Bambus oder Holz, ohne Kunststoffanteil.

Silikon. Eignet sich vor allem als Deckel oder Dichtung. Achte auf Lebensmittelqualität, und beachte, dass auch Silikon in der EU unter das BPA-Verbot fällt.

Vorsicht bei Billiganbietern aus dem Ausland

Gerade bei sehr günstigen Brotdosen von Billiganbietern aus dem Ausland lohnt der genaue Blick. Für Material, das mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, gelten in der EU klare Regeln. Bei Dosen, die direkt aus Drittländern verschickt werden, fehlen die Angaben aber häufiger oder lassen sich schwerer nachprüfen.

Dazu kommt: Ich unterstelle mal, dass Hersteller grundsätzlich auf den Kostenfaktor schauen. Wer eine Dose besonders günstig anbietet, muss irgendwo sparen, bei Material, bei Prüfungen oder bei der Verarbeitung. Bei etwas, in dem das Essen unserer Kinder liegt, ist das für mich die falsche Stelle zum Sparen. Wenn der Preis auffallend niedrig ist, das Material nicht klar benannt wird oder der Händler nichts zur Lebensmitteleignung sagt, würde ich die Finger davon lassen.

Das verraten die Aufdrucke auf der Dose

  • Glas-Gabel-Symbol: Es zeigt, dass das Material für den Kontakt mit Lebensmitteln gedacht ist. Es ist kein Recyclingzeichen, sondern das wichtigste Zeichen für Lebensmitteleignung.
  • Hersteller oder Händler: Name und Adresse in der EU sollten angegeben sein.
  • Recyclingcode (Dreieck mit Zahl): Eigentlich ein Hinweis für die Entsorgung, kein Sicherheitsnachweis, aber er verrät, welcher Kunststoff drinsteckt:
    • 3 (PVC): enthält oft Weichmacher, für Brotdosen nicht geeignet
    • 6 (Polystyrol): kann bei Hitze Stoffe abgeben
    • 7 oder „O“ (sonstige Kunststoffe): dazu gehört auch Polycarbonat, das BPA enthalten kann
    • 5 (Polypropylen): wird häufig für Brotdosen verwendet und ohne BPA hergestellt

Verlässlich ist am Ende die Angabe des Herstellers, der Code allein ist nur ein Indiz.

    Und die Spülmaschine?

    Auch das heiße Wasser in der Spülmaschine ist für Plastik eine Belastung. Hitze, Wasserdruck und Spülmittel setzen dem Kunststoff über viele Spülgänge zu, er wird mit der Zeit rau und porös. „Spülmaschinenfest“ heißt nur, dass die Dose ihre Form behält, nicht, dass sich nichts herauslöst.

    In einer niederländischen Untersuchung mit Plastik-Trinkflaschen fanden sich nach wiederholtem Spülen in der Maschine unter anderem ein Weichmacher sowie Nano- und Mikroplastik im Wasser. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält akute Gesundheitsrisiken durch Mikroplastik für unwahrscheinlich, sieht aber noch Forschungsbedarf. Für uns ist das ein Grund mehr für Edelstahl und Glas, denen die Spülmaschine nichts ausmacht. Wer Plastik nutzt, sollte die Dose lieber von Hand spülen.

    Wenn es doch Kunststoff sein soll

    Dann bitte eine Dose, die ausdrücklich frei von BPA und Weichmachern ist, weder in der Mikrowelle erhitzt noch in der Spülmaschine gereinigt wird und ausgetauscht wird, wenn sie zerkratzt oder trüb ist.

    Worauf ich beim Kauf achte

    • Material: klar benannt, am besten Edelstahl
    • Verschluss: Kinder sollten die Dose allein auf- und zubekommen
    • Auslaufsicher: Silikonring oder Dichtung, die sich austauschen lässt
    • Fächer: praktisch, wenn Obst und Brot getrennt bleiben sollen
    • Spülmaschinenfest: bei Edelstahl und Glas eine praktische Zeitersparnis, Plastik besser von Hand spülen
    • Tests: Stiftung Warentest und Öko-Test geben Orientierung

     

    Unsere Haltung dazu

    Wir verzichten seit Langem und zu 95% auf Plastikdosen für unsere Kinder und möchten andere Eltern auf dieses Problem aufmerksam machen. Gerade bei einem Gegenstand, in dem das Essen jeden Tag liegt, lohnt sich der genauere Blick.

    Für uns ist das dasselbe Vorsorgeprinzip wie bei Mikroplastik und bei der Pflege: Wenn man mit wenig Aufwand unnötige Stoffe vermeiden kann, sollte man es tun. Es geht uns um die Gesundheit unserer Kinder genauso wie um die Umwelt, in der sie aufwachsen. Wer gerade erst anfängt, muss nicht alles auf einmal wechseln, die Dose für jeden Tag ist ein guter Start.

    Dieselbe Haltung begegnet uns auch bei Ringana. Dort setzt man bei der Verpackung auf Glasflakons, die im Reuse-System zurückgeschickt, aufbereitet und neu befüllt werden, statt auf Einweg-Plastik. Außerdem gibt Ringana an, in seinen Produkten auf Mikroplastik zu verzichten. Für uns ist das der rote Faden: ob Brotdose, Pflege oder Verpackung, die Frage ist immer, wie sich unnötiges Plastik vermeiden lässt. Mehr dazu findest du in den Beiträgen Das Ringana Konzept, Giftstoffe in Produkten und Umweltschutz als Eltern.

    Euer Thomas

    Transparenzhinweis: Ich bin Ringana-Partner und erhalte bei Bestellungen über meinen Link eine Provision. Meine Aussagen geben meine persönliche Einschätzung wieder und sind kein medizinischer Rat.

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    Hi, ich bin Tom, Familienvater und selbstständiger RINGANA-Partner. Auf meinem Blog teile ich meine Erfahrungen rund um Gesundheit, bewusste Produktentscheidungen und Nachhaltigkeit. Besonders wichtig ist mir, dass unsere Kinder gesund aufwachsen und wir ihnen eine lebenswerte Zukunft hinterlassen.

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