Mikroplastik ist eines der Themen, bei dem ich als Vater nicht mehr wegschauen möchte. Es ist unsichtbar, es ist überall, und es verschwindet nicht einfach wieder. Hier mein Überblick: wo es steckt, was die Forschung heute sagt und was wir als Familie konkret tun können.

Was ist Mikroplastik überhaupt?

Als Mikroplastik gelten feste Kunststoffteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind. Es gibt zwei Wege, wie es entsteht: Entweder wird es bewusst zugesetzt, zum Beispiel als Peelingkörnchen in Kosmetik, oder es entsteht unbeabsichtigt, wenn größere Kunststoffteile zerfallen oder abgerieben werden.

Wo steckt Mikroplastik drin?

  • Reifenabrieb: Jeder Kilometer auf der Straße hinterlässt Partikel, die über Regen in Böden und Gewässer gelangen.
  • Synthetische Kleidung: Beim Waschen lösen sich winzige Fasern, etwa von Fleece oder Sportbekleidung.
  • Verpackungen und Plastikmüll: Größere Teile zerfallen mit der Zeit in immer kleinere Stücke.
  • Kosmetik und Pflegeprodukte: Früher vor allem als Peelingkörnchen, heute teilweise noch in anderen Produkten (dazu gleich mehr).
  • Haushalt und Alltag: Etwa in Reinigungsmitteln, Farben oder als Granulat auf Kunstrasenplätzen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt, dass Mikroplastik inzwischen fast überall zu finden ist: in der Atemluft, in Lebensmitteln und sogar in menschlichen Organen.

Was sagt die EU zu Mikroplastik in Kosmetik?

Seit dem 17. Oktober 2023 sind Mikroperlen, zum Beispiel in Peelings, in der EU verboten, ebenso loser Glitter. Für andere Produkte gibt es Übergangsfristen: Abspülbare Kosmetik muss bis Oktober 2027 umgestellt sein, Produkte, die auf Haut und Haar bleiben, wie Cremes, Lotionen und Sonnenschutz, bis Oktober 2029. Bei Make-up, Lippen- und Nagelprodukten dauert es sogar bis Oktober 2035. Das Verbot betrifft nur absichtlich zugesetztes Mikroplastik, nicht den Abrieb von Reifen oder Textilien.

Und genau hier zeigt sich: Gesetzesmühlen mahlen langsam. Zwischen Beschluss und vollständiger Umsetzung liegen bis zu zwölf Jahre. Unsere Kinder wachsen in dieser Zeit auf, und das Plastik, das in der Zwischenzeit in die Umwelt gelangt, baut sich nicht wieder ab. Ich finde es gut, dass die EU handelt, aber ich möchte nicht bis 2035 warten, bis alle Regale umgestellt sind. Wir können als Verbraucher heute schon entscheiden, was in unser Bad und in unseren Einkaufswagen kommt.

Was macht Mikroplastik mit uns?

Hier möchte ich ehrlich sein, weil das Thema schnell emotional wird. Das BfR sieht nach aktuellem Stand ein eher geringes Gesundheitsrisiko und hat bislang keine belastbaren Hinweise auf Schäden beim Menschen. Gleichzeitig sagt das Institut selbst, dass es weiteren Forschungsbedarf gibt, vor allem bei den genauen Wirkmechanismen und den Folgen einer dauerhaften Belastung. Einzelne Studien haben Mikroplastik unter anderem im Gehirn, in der Lunge und in den Fortpflanzungsorganen nachgewiesen. Wie aussagekräftig diese Studien sind, wird unter Fachleuten diskutiert.

Unstrittig ist: Plastik baut sich in der Natur kaum ab. Es sammelt sich in Böden, Gewässern und der Nahrungskette an. Das ist ein Umweltproblem, egal wie die Gesundheitsfrage am Ende beantwortet wird.

Meine Haltung: Vorsorge statt abwarten

Für mich heißt „noch nicht abschließend erforscht“ nicht „kein Grund zum Handeln“. Bei unseren Kindern möchte ich nicht darauf warten, dass jemand in zehn Jahren den endgültigen Beweis liefert. Wenn ich mit wenig Aufwand verhindern kann, dass unnötig Plastikpartikel in unseren Alltag, in die Pflege und in die Umwelt gelangen, dann tue ich das. Vorsorge ist für mich kein Alarmismus, sondern ein ganz normaler Teil von Verantwortung.

Was du als Familie konkret tun kannst

  • Inhaltsstoffe lesen: Bei Kosmetik lohnt ein Blick auf die Liste, Begriffe wie Polyethylene, Nylon-12 oder Acrylates Copolymer können auf Kunststoffe hinweisen. Mit der App ToxFox kannst du zb giftige Inhaltsstoffe in den Badezimmerprodukten aufspüren.
  • Verpackung reduzieren: Mehrweg statt Einweg, lose statt eingeschweißt. Wie bei der Banane im Plastik.
  • Naturfasern wählen, wo es passt, und synthetische Kleidung bewusst waschen.
  • Hersteller prüfen: Wie transparent geht ein Unternehmen mit dem Thema um?

Wie wir das bei Ringana sehen

Ein Grund, warum ich mit der Kosmetikfirma Ringana kooperiere: Das Unternehmen verzichtet bewusst aus Mikroplastik, ebenso auf Mineralöle und synthetische Konservierungsstoffe. Dazu kommen Glasflakons im Mehrwegsystem statt Wegwerfverpackung bei einigen Produkten. Für mich passt das zu dem, was ich meiner Familie mitgeben möchte. Mehr dazu findest du im Beitrag Das Ringana Konzept, zu Giftstoffen allgemein in Giftstoffe in Produkten und zur Frage, was wir unseren Kindern hinterlassen, in Umweltschutz als Eltern.

Euer Thomas

Transparenzhinweis: Ich bin Ringana-Partner und erhalte bei Bestellungen über meinen Link eine Provision. Meine Aussagen geben meine persönliche Einschätzung wieder und sind kein medizinischer Rat.

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Über mich

Hi, ich bin Tom.

Auf diesem Blog dreht sich alles um Sport und Gesundheit – und darum, wie du deinen Körper mit den richtigen Produkten dabei unterstützen kannst. Im Mittelpunkt stehen für mich dabei die Produkte von Ringana.

Was mich an Ringana überzeugt: Die Produkte werden frisch hergestellt und sind dadurch sehr nah am ursprünglichen, natürlichen Rohstoff – ohne unnötige Zusätze. Gerade weil unsere Haut vieles aufnimmt, was wir ihr zuführen, lohnt es sich heute mehr denn je, genau hinzuschauen, welche Produkte wir im Alltag verwenden. Nachhaltigkeit und Frische sind für mich dabei keine Marketing-Begriffe, sondern der Grund, warum ich diese Produkte selbst nutze und hier vorstelle.

Auf den verschiedenen Seiten dieses Blogs findest du meine persönlichen Erfahrungen (und der meiner Familie) mit den Produkten sowie Hintergrundwissen rund um Sport und Gesundheit. Auch als Familienvater ist mir das Thema wichtig – deshalb findest du hier auch Produkte und Tipps für Kinder und die ganze Familie.

Schau gern immer wieder vorbei, lass dich inspirieren und stell mir jederzeit deine Fragen.

Euer Thomas

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